Die Meeresbohne, auch Meeresspaghetti genannt, hat eine Eigenschaft, die nur wenige andere Basiszutaten teilen: Ihr dezenter Meeresgeschmack und ihre leichte Süße nehmen alles auf, was man ihnen gibt, ohne je verloren zu gehen. Genau das Richtige für ein so ausdrucksstarkes Pesto wie dieses, bei dem frische Minze, Ingwer und eine Spur Jalapeño das übliche Basilikum und den Parmesan ersetzen. Während die meisten Pestos schwer und fettreich sind, bleibt dieses leicht, mit einer deutlich asiatischen Note. Bleibt die Frage der Zubereitung: In Salz konserviert, entsalzt sich die Meeresbohne innerhalb weniger Minuten - ein kurzes Einlegen, ein Spülen, dann ein zweites, zwei- bis dreiminütiges Einlegen vor einem letzten Spülen. Drumherum sorgen geriebene Karotten und frischer, direkt vom Kolben geschnittener Mais für Biss und Farbe, mit einem Schuss Avocadoöl und einem Spritzer Zitrone. Das Pesto kommt erst im letzten Moment dazu, und ein paar Minzblätter sowie gehackte Mandeln vollenden den Teller.
Algennudeln mit Minze-Ingwer-Pesto
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Bio-getrockneter Meeresbohnen-Algen
16,10 € En stock
Zutaten
Für das Pesto
- 3/4 Tasse frische Minzblätter, locker gepackt
- 3 Esslöffel Avocadoöl
- 1 Teelöffel gehackter frischer Ingwer (oder der entsprechende rohe Ingwer)
- 35 g rohe Mandeln
- 3 bis 4 ganze Knoblauchzehen
- 1 Teelöffel gehackte frische Jalapeño, oder weniger, falls Sie die Schärfe scheuen
- 1 Teelöffel roher Honig
- 1/2 Teelöffel Meersalz
Für den Nudelsalat
- 1 Packung à 340 g frische Meerbohnen-Alge
- 1 Zitrone, ausgepresst
- 1/2 Tasse geriebene oder in Julienne geschnittene Karotten
- 1/2 Tasse frische Maiskörner, direkt vom Kolben geschnitten
- 1 Teelöffel Avocadoöl
- 1 Prise Meersalz (entspricht 1 Esslöffel - 15 ml - Meerwasser)
Zubereitung
- Für das Pesto alle Zutaten in die Schüssel einer Küchenmaschine geben.
- Etwa eine Minute pulsieren, die Ränder abkratzen und beiseitestellen.
- Die Meerbohnen-Alge aus der Packung nehmen und kurz in Wasser einlegen, um sie ein erstes Mal zu entsalzen. Abspülen, das Wasser wegschütten, dann zwei bis drei Minuten in frischem Wasser einlegen. Erneut abspülen (bei Bedarf ein drittes Mal, falls sie noch salzig schmeckt), abtropfen lassen und bei Bedarf klein schneiden.
- In einer mittelgroßen Schüssel die entsalzene Meerbohnen-Alge mit dem Saft einer halben Zitrone vermengen.
- Die Karotten und den Mais vorbereiten, dann das Avocadoöl, das Salz und den Saft der restlichen halben Zitrone hinzugeben. Vermengen, bis alles gut überzogen ist.
- Diese Mischung mit der Meerbohnen-Alge vereinen.
- Mit Minz-Pesto überziehen, servieren und mit zusätzlicher Minze und gehackten Mandeln garnieren.
Tipp
Lassen Sie das Entsalzen nicht aus: Sonst behält die Meerbohnen-Alge einen ausgeprägt salzigen Geschmack, der bei einem so frischen Pesto noch stärker auffällt. Schmeckt sie nach zwei Spülgängen noch zu salzig, genügt meist ein dritter. Wenn Ihnen die Jalapeño Sorge bereitet, geben Sie trotzdem eine kleine Menge dazu: Sie bringt vor allem Aroma, nicht nur Schärfe.
Das komplette Sortiment Getrockneter Seetang
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Das ganze Sortiment entdeckenFAQ: Ihre Fragen zur Meeresbohne
Was sind Meeresbohnen?
Es handelt sich um eine Braunalge, Himanthalia elongata, die an den Küsten der Bretagne reichlich vorkommt und auch Meeresspaghetti oder Seetang-Riemen genannt wird. Der Name kommt von ihrer Form: lange, dunkelgrüne Streifen, die an grüne Bohnen oder eben an Spaghetti erinnern. Sie ist eine der wenigen Algen, die auf dem Teller als Hauptzutat auftritt und nicht nur als bloßes Würzmittel - daher ihr Reiz als Nudelersatz.
Wie isst man Meeresbohnen?
Frisch und entsalzen wird sie pur als Salat serviert, mit einem schön säuerlichen Dressing, oder in Stücke geschnitten in einer Rohkostschale. Getrocknet reichen etwa zehn Minuten Einweichen in wenig Wasser: Sie nimmt das Vier- bis Fünffache ihres Volumens auf, was die Packung sehr ergiebig macht. Ihr Geschmack ist ausgeprägt, aber weniger jodig als befürchtet, mit einer leicht süßlichen Note. Beginnen Sie mit kleinen Mengen, wenn Sie Algen zum ersten Mal ausprobieren.
Welche Vorteile hat die Meeresbohne?
Beide liefern Ballaststoffe, Mineralstoffe - Magnesium, Kalzium, Eisen - und Jod, bei sehr wenigen Kalorien. Die Meeresbohne ist besonders interessant wegen ihres für eine Alge ungewöhnlichen Vitamin-C-Gehalts. Wie alle Braunalgen konzentriert sie Jod: Das spricht eher für Maß als für einen täglichen Verzehr in großen Mengen, besonders bei Schilddrüsenüberwachung.
Was unterscheidet Queller von Meeresbohnen?
Das sind zwei sehr unterschiedliche Pflanzen, die oft verwechselt werden, weil sie auf dem Teller ähnlich aussehen. Queller ist eine Landpflanze mit fleischigen, gegliederten Stängeln, die in Salzwiesen und Salzmarschen wächst - keine Alge. Die Meeresbohne dagegen ist tatsächlich eine Meeresalge, die im Wattenmeer geerntet wird. Im Mund ist Queller deutlich salziger und knackiger, die Meeresbohne weicher und meeriger.
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