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Rohe Sushirollen mit Jicama und marinierten Shiitake

Rohe Sushirollen mit Jicama und marinierten Shiitake

In dieser rohen Lesart der Sushirolle ersetzt Jicama den Reis: zu Körnern gemixt und anschließend gründlich ausgepresst, behält sie einen frischen, zart süßen Biss, der sich erstaunlich gut mit in Tamari marinierten Shiitakestreifen, Avocado, Gurke und etwas Rotkohl für die Farbe verträgt. In rohem Nori gerollt und geschnitten, ergibt das Ganze einen leichten, erfrischenden Teller, der kein einziges Reiskorn verlangt. Der Handgriff, der über den Erfolg entscheidet, ist das Auspressen: schlecht ausgewrungene Jicama gibt ihr Wasser in der Rolle ab, und das Nori weicht binnen Minuten durch. Geben Sie sie in einen Nussmilchbeutel und drücken Sie kräftig - der gewonnene Saft ist mild und lohnt sich pur zu trinken. Die Pilzmarinade dagegen geht schnell: Zehn Minuten reichen, damit Tamari und Sesamöl sie geschmeidig machen, ohne zu viel Wasser zu ziehen. Planen Sie, sofort zu servieren, denn eine rohe Rolle lässt sich gut schneiden, verträgt aber schlecht das Warten im Kühlschrank. Ein letztes Detail, das zählt: Wählen Sie Noriblätter, die wirklich roh und ungeröstet sind, sonst geht die Stimmigkeit des Gerichts verloren.

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Zutaten

  • 1 mittelgroße Jicama, geschält und grob geschnitten
  • 1 Teelöffel Meersalz
  • 2 Teelöffel Reisessig
  • 1 Tasse Shiitakepilze, in Streifen geschnitten
  • 1 1/2 Esslöffel Sesamöl
  • 1 1/2 Esslöffel Tamari
  • 3 rohe, ungeröstete Noriblätter
  • 2 Gurken, julienne geschnitten
  • 1 Avocado, in Scheiben
  • 1/8 Kopf Rotkohl, fein geschnitten
  • Sonnenblumensprossen

Zubereitung

  1. Mixen Sie die Jicama in der Küchenmaschine oder im Mixer, bis sie in reiskorngroße Stücke zerfällt.
  2. Geben Sie sie in einen Nussmilchbeutel und pressen Sie so viel Wasser wie möglich heraus.
  3. Füllen Sie den Jicama-"Reis" in eine Schüssel und rühren Sie Salz und Reisessig unter.
  4. Wenden Sie in einer zweiten Schüssel die Shiitakestreifen in Sesamöl und Tamari und lassen Sie sie mindestens 10 Minuten marinieren.
  5. Legen Sie ein Noriblatt mit der glänzenden Seite nach unten auf eine Bambusmatte.
  6. Streichen Sie eine dünne Schicht Jicamareis auf die untere Hälfte des Blattes.
  7. Verteilen Sie darauf die marinierten Pilze, die Gurke, die Avocado, den Kohl und die Sprossen.
  8. Rollen Sie mithilfe der Bambusmatte fest auf, damit alles kompakt bleibt.
  9. Verschließen Sie den Rand des Nori mit etwas von der Pilzmarinade.
  10. Schneiden Sie jede Rolle mit einem scharfen Messer in 8 Stücke und wiederholen Sie das mit den übrigen Blättern.

Hinweis: Die aus der Jicama gepresste Flüssigkeit ist mild und von Natur aus süß - sie lohnt sich pur zu trinken oder in einen Saft zu rühren.

Tipp

Pressen Sie die Jicama länger aus, als Sie es für nötig halten: Es ist das Restwasser, nicht das Rollen, das eine rohe Rolle nachgeben lässt. Schneiden Sie ebenfalls im letzten Moment und servieren Sie sofort, denn Avocado und Nori vertragen ein langes Warten im Kühlschrank schlecht.

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FAQ: Ihre Fragen zu rohen Sushirollen mit Jicama

Wie heißt Sushi ohne Reis?

Es gibt keinen festen japanischen Namen, denn Reis gehört zur Definition von Sushi selbst - das Wort bezeichnet zuerst den gesäuerten Reis, nicht den Fisch. In der Praxis findet man Rollen, die Gemüse-Maki, reisfreie Temaki oder schlicht Norirollen heißen. In diesem Rezept spielt die Jicama die Rolle des Reises, ohne es zu sein: zu Körnern gemixt und mit Essig gesäuert, übernimmt sie seine Funktion, seine Farbe und seine Textur.

Wie verwendet man Noriblätter für Sushi?

Legen Sie das Blatt mit der glänzenden Seite nach unten auf eine Bambusmatte, belegen Sie nur die untere Hälfte und lassen Sie oben einen freien Streifen, dann rollen Sie mithilfe der Matte fest auf. Der freie Streifen dient zum Verschließen: Befeuchten Sie ihn leicht - hier mit etwas Marinade - und die Rolle hält. Ein oft übersehener Punkt: Nori nimmt Feuchtigkeit sehr schnell auf, belegen und rollen Sie deshalb Blatt für Blatt, nie alle auf einmal.

Welches Gemüse kann man in Sushi geben?

Fast jedes, sofern es fein geschnitten ist und kein Wasser abgibt. Gurke, Avocado, Karotte, Rotkohl, Paprika und junge Sprossen funktionieren alle sehr gut, roh und julienne geschnitten. Sehr wasserreiches Gemüse wie Tomate ist problematisch, da es das Nori von innen durchweicht. Pilze wiederum gewinnen, wenn man sie vorher mariniert, wie die Shiitake in diesem Rezept, was sie ohne Garen geschmeidig macht.

Was ist der Unterschied zwischen Maki und Uramaki?

Bei einem klassischen Maki liegt das Nori außen und umhüllt Reis und Füllung. Beim Uramaki - der umgekehrten Rolle, deren bekannteste die California Roll ist - wandert der Reis nach außen und das Nori landet innen, direkt an der Füllung. Dieses Rezept ist im strengen Sinne ein Maki: Das Nori umhüllt, Jicama und Gemüse bleiben innen. Ein rohes Uramaki wäre im Übrigen schwer hinzubekommen, da ausgepresste Jicama nicht klebrig genug ist, um außen zu halten.

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