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Kelpnudeln mit Minze-Ingwer-Pesto

Kelpnudeln mit Minze-Ingwer-Pesto

Kelpnudeln haben eine Eigenschaft, die nur wenige andere Basiszutaten teilen: Sie haben fast keinen Eigengeschmack und nehmen alles auf, was man ihnen gibt. Genau das Richtige für ein so ausdrucksstarkes Pesto wie dieses, bei dem frische Minze, Ingwer und eine Spur Jalapeño das übliche Basilikum und den Parmesan ersetzen. Während die meisten Pestos schwer und fettreich sind, bleibt dieses leicht, mit einer deutlich asiatischen Note. Bleibt die Frage der Nudel-Textur: Sie kommen aus der Packung fest und etwas gummiartig; ein Bad in einer Mischung aus Zitronensaft und Natron, von Hand durchgearbeitet, macht sie innerhalb weniger Minuten geschmeidig. Danach müssen sie gründlich gespült werden, bevor man sie würzt, sonst bleibt der Natron-Geschmack. Drumherum sorgen geriebene Karotten und frischer, direkt vom Kolben geschnittener Mais für Biss und Farbe, mit einem Schuss Avocadoöl und dem Rest des Zitronensafts. Das Pesto kommt erst im letzten Moment dazu, und ein paar Minzblätter sowie gehackte Mandeln vollenden den Teller.

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Zutaten

Für das Pesto

  • 3/4 Tasse frische Minzblätter, locker gepackt
  • 3 Esslöffel Avocadoöl
  • 1 Teelöffel gehackter frischer Ingwer
  • 35 g rohe Mandeln
  • 3 bis 4 ganze Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel gehackte frische Jalapeño, oder weniger, falls Sie die Schärfe scheuen
  • 1 Teelöffel roher Honig
  • 1/2 Teelöffel Meersalz

Für den Nudelsalat

  • 1 Packung à 340 g Kelpnudeln
  • 1 Teelöffel Natron
  • 1 Zitrone, ausgepresst
  • 1/2 Tasse geriebene oder in Julienne geschnittene Karotten
  • 1/2 Tasse frische Maiskörner, direkt vom Kolben geschnitten
  • 1 Teelöffel Avocadoöl
  • 1 Prise Meersalz

Zubereitung

  1. Für das Pesto alle Zutaten in die Schüssel einer Küchenmaschine geben.
  2. Etwa eine Minute pulsieren, die Ränder abkratzen und beiseitestellen.
  3. In einer mittelgroßen Schüssel die Kelpnudeln mit dem Saft einer halben Zitrone und dem Natron vermengen.
  4. Von Hand durcharbeiten, bis sie gut umhüllt sind, dann ruhen lassen, während Sie den Rest vorbereiten, und zwischendurch immer wieder durchmischen, damit sie weiter geschmeidig werden. Gründlich spülen und trocken tupfen, bevor Sie würzen.
  5. Die Karotten und den Mais vorbereiten, dann das Avocadoöl, das Salz und den Saft der restlichen halben Zitrone hinzugeben. Vermengen, bis alles gut überzogen ist.
  6. Diese Mischung mit den gespülten und getrockneten Nudeln vereinen.
  7. Mit Minz-Pesto überziehen, servieren und mit zusätzlicher Minze und gehackten Mandeln garnieren.

Tipp

Lassen Sie das Spülen nach dem Natron-Bad nicht aus: Sonst behalten die Nudeln einen seifigen Nachgeschmack, der bei einem so frischen Pesto noch stärker auffällt. Wenn Ihnen die Jalapeño Sorge bereitet, geben Sie trotzdem eine kleine Menge dazu: Sie bringt vor allem Aroma, nicht nur Schärfe.

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FAQ: Ihre Fragen zur Meeresbohne

Was sind Meeresbohnen?

Es handelt sich um eine Braunalge, Himanthalia elongata, die an den Küsten der Bretagne reichlich vorkommt und auch Meeresspaghetti oder Seetang-Riemen genannt wird. Der Name kommt von ihrer Form: lange, dunkelgrüne Streifen, die an grüne Bohnen oder eben an Spaghetti erinnern. Sie ist eine der wenigen Algen, die auf dem Teller als Hauptzutat auftritt und nicht nur als bloßes Würzmittel — daher ihr Reiz als Nudelersatz.

Wie isst man Meeresbohnen?

Frisch und entsalzen wird sie pur als Salat serviert, mit einem schön säuerlichen Dressing, oder in Stücke geschnitten in einer Rohkostschale. Getrocknet reichen etwa zehn Minuten Einweichen in wenig Wasser: Sie nimmt das Vier- bis Fünffache ihres Volumens auf, was die Packung sehr ergiebig macht. Ihr Geschmack ist ausgeprägt, aber weniger jodig als befürchtet, mit einer leicht süßlichen Note. Beginnen Sie mit kleinen Mengen, wenn Sie Algen zum ersten Mal ausprobieren.

Welche Vorteile hat die Meeresbohne?

Beide liefern Ballaststoffe, Mineralstoffe — Magnesium, Kalzium, Eisen — und Jod, bei sehr wenigen Kalorien. Die Meeresbohne ist besonders interessant wegen ihres für eine Alge ungewöhnlichen Vitamin-C-Gehalts. Wie alle Braunalgen konzentriert sie Jod: Das spricht eher für Maß als für einen täglichen Verzehr in großen Mengen, besonders bei Schilddrüsenüberwachung.

Was unterscheidet Queller von Meeresbohnen?

Das sind zwei sehr unterschiedliche Pflanzen, die oft verwechselt werden, weil sie auf dem Teller ähnlich aussehen. Queller ist eine Landpflanze mit fleischigen, gegliederten Stängeln, die in Salzwiesen und Salzmarschen wächst — keine Alge. Die Meeresbohne dagegen ist tatsächlich eine Meeresalge, die im Wattenmeer geerntet wird. Im Mund ist Queller deutlich salziger und knackiger, die Meeresbohne weicher und meeriger.

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