Kombucha selbst zu machen erfordert vor allem Geduld und Sauberkeit: Das Rezept selbst besteht aus wenigen Handgriffen. Sie bereiten einen gesüßten Tee zu, lassen ihn vollständig abkühlen, geben die Kombucha-Mutter und ein großzügiges Glas Getränk aus dem vorherigen Ansatz hinzu, und lassen es dann wirken. Der wichtigste Punkt ist auch der am leichtesten zu übersehende: Der Tee muss auf Zimmertemperatur zurückgekommen sein, bevor er auf die Kultur trifft. Eine noch lauwarme Flüssigkeit schädigt die Bakterien, von denen die gesamte Fermentation abhängt. Der zweite Punkt ist die Ausgangssäure, die durch den vom letzten Mal aufbewahrten Kombucha eingebracht wird: Sie schützt die Zubereitung in den ersten Tagen, wenn die Kultur noch nicht die Oberhand gewonnen hat. Danach entscheidet allein der Geschmack. Sieben Tage reichen manchmal aus, zehn sind oft nötig, und die Raumtemperatur lässt diese Frist weit stärker schwanken als jede Einstellung. Die zweite Fermentation in der Flasche, mit etwas Obst, bringt die Bläschen und das Aroma. Das ist der Moment, in dem der selbstgemachte Kombucha aufhört, wie säuerlicher Tee zu schmecken, und wirklich zu einem Getränk wird.
Selbstgemachter Kombucha: Die Methode Schritt für Schritt
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Mutter von BIO-Kombucha
15,90 € En stock
Zutaten
- 1 Kombucha-Mutter
- 50 cl Kombucha aus dem vorherigen Ansatz, von der Oberfläche entnommen
- 3 Liter Wasser
- 5 Beutel Bio-Grün- oder Schwarztee, oder 5 Esslöffel loser Tee
- 200 g Vollrohrzucker
- 1 großes Glasgefäß von etwa 4 Litern
- 1 sauberes Tuch oder 2 Blatt Küchenpapier
- 1 Gummiband
- Flaschen oder Gläser mit Plastikdeckel zum Abfüllen
- Früchte zum Aromatisieren, optional
Zubereitung
- Bringen Sie die 3 Liter Wasser in einem großen Topf zum Kochen.
- Geben Sie den Zucker hinzu und rühren Sie, bis er sich vollständig aufgelöst hat.
- Schalten Sie die Hitze aus und geben Sie den Tee hinzu, in Beuteln oder lose.
- Decken Sie den Topf ab, um die Verdunstung zu begrenzen, und lassen Sie ihn vollständig auf Zimmertemperatur abkühlen. Das dauert, ist aber unverzichtbar: Eine noch heiße Flüssigkeit würde die Kultur schädigen.
- Entfernen Sie den Tee und gießen Sie die abgekühlte Flüssigkeit in das große Glasgefäß.
- Legen Sie mit sauberen Händen die Kombucha-Mutter in das Gefäß und geben Sie dann die zurückbehaltenen 50 cl Kombucha hinzu. Es ist normal, dass die Mutter auf den Grund sinkt.
- Decken Sie die Öffnung mit einem sauberen Tuch oder zwei Blatt Küchenpapier ab und befestigen Sie es mit einem Gummiband: So kann Luft zirkulieren, Insekten bleiben draußen.
- Stellen Sie das Gefäß an einen warmen, dunklen Ort ohne viel Durchgangsverkehr und lassen Sie es etwa 7 Tage ruhen, bevor Sie nachsehen. An der Oberfläche bildet sich ein dünner, milchiger Film: Das ist eine neue Mutter, die entsteht.
- Schieben Sie einen Strohhalm unter diesen Film und probieren Sie. Der Kombucha ist fertig, wenn er an Apfelessig erinnert und nicht mehr deutlich süß ist.
- Bleibt er süß, lassen Sie ihn 3 bis 7 weitere Tage fermentieren und probieren Sie regelmäßig.
- Sobald der Geschmack stimmt, bereiten Sie die Flaschen vor. Geben Sie eine kleine Menge frisches oder gefrorenes Obst auf den Boden, ein bis zwei Löffel reichen.
- Gießen Sie den Kombucha in die Flaschen und filtern Sie dabei die Hefefäden ab, wenn Sie das bevorzugen.
- Füllen Sie bis oben und verschließen Sie mit Plastikdeckeln, da Metall bei Kontakt angegriffen wird. Je weniger Luft übrig bleibt, desto spritziger wird das Getränk.
- Lassen Sie die Flaschen weitere 1 bis 3 Tage warm und schattig fermentieren und öffnen Sie sie täglich kurz, um den Druck abzulassen. Dieser Schritt ist nicht optional: Eine vergessene Flasche kann bersten.
- Stellen Sie die Flaschen anschließend in den Kühlschrank, um die Fermentation zu stoppen.
Tipp
Erscheint unterwegs ein grüner Schimmel, werfen Sie alles weg und beginnen Sie neu: Das ist ein Zeichen, dass das Milieu zu Beginn nicht sauer genug war, weshalb die 50 cl Kombucha aus dem vorherigen Ansatz so wichtig sind. Die Fermentationszeit hängt stark von der Raumtemperatur ab und ist keine exakte Wissenschaft: Verlassen Sie sich auf den Geschmack statt auf den Kalender. Jeder Ansatz erzeugt eine neue Mutter: Bewahren Sie einige in Reserve in einem mit Kombucha bedeckten Glas auf, diesmal mit einem Deckel verschlossen, an einem warmen, dunklen Ort.
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Wie macht man selbst Kombucha?
Das Prinzip lässt sich in fünf Schritten zusammenfassen. Sie bereiten einen gesüßten Tee zu – rechnen Sie mit etwa 200 g Zucker auf 3 Liter – und lassen ihn vollständig abkühlen. Sie gießen ihn in ein großes Glasgefäß, geben die Kombucha-Mutter und ein großzügiges Glas Kombucha aus dem vorherigen Ansatz hinzu. Sie decken mit einem durch ein Gummiband gehaltenen Tuch ab, niemals mit einem luftdichten Deckel, und lassen es ein bis drei Wochen bei Zimmertemperatur stehen. Anschließend füllen Sie es, mit oder ohne Früchte, für die zweite Fermentation in Flaschen.
Wie macht man selbst eine Kombucha-Mutter?
Eine Mutter bildet sich ganz natürlich auf der Oberfläche eines fermentierenden Kombuchas: Es genügt also, von einem unpasteurisierten, ungearomatisierten Kombucha aus dem Handel auszugehen. Gießen Sie eine Flasche davon in ein sauberes Glas, fügen Sie abgekühlten gesüßten Tee hinzu, decken Sie mit einem Tuch ab und lassen Sie es zwei bis vier Wochen bei Zimmertemperatur stehen. Ein weißlicher Film erscheint und wird dann dicker, bis er eine gallertartige Scheibe bildet: Ihre Mutter ist geboren. Das dauert länger als mit einer bestehenden Mutter zu starten, aber es funktioniert.
Darf ich während der Schwangerschaft Kombucha trinken?
Hier überwiegt die Vorsicht, aus zwei einfachen Gründen: Kombucha enthält eine kleine Menge Alkohol aus der Fermentation, meist unter 1 %, und selbstgemachter Kombucha ist unpasteurisiert, sein mikrobielles Profil also nicht kontrolliert. Die üblichen Empfehlungen während der Schwangerschaft raten von unpasteurisierten fermentierten Getränken ab. Am besten sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt, statt allein zu entscheiden.
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