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Rohe Brezeln aus Sonnenblumenkernen in drei Varianten

Rohe Brezeln aus Sonnenblumenkernen in drei Varianten

Den Genuss einer weichen Brezel wiederfinden, ganz ohne Mehl, Ofen und Milchprodukte: Dieser kleinen Herausforderung stellt sich das Rezept. Der Teig entsteht aus Sonnenblumenkernen, die mit gemahlenem Leinsamen und etwas Honig gemixt werden: Er wird zu langen Strängen gerollt und dann genau wie die elsässische Brezel geschlungen. Bleibt nur noch, den Überzug zu wählen: herzhaft mit Sesam, Mohn und Knoblauch, süß mit Zimt oder pikant mit veganem Käsearoma und Jalapeño. Ein lustiges Projekt für mehrere Hände, das Gäste immer neugierig macht.

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Zutaten

Brezelteig

  • 140 g geschälte Sonnenblumenkerne
  • 2 Esslöffel gemahlener Leinsamen
  • 4 Esslöffel flüssiger Honig
  • 1/4 Teelöffel Meersalz

Überzug aus Sesam, Mohn und Knoblauch

  • 1 Esslöffel Sesam
  • 1 Esslöffel Mohn
  • 1 Teelöffel Knoblauchpulver
  • 1 Teelöffel Zwiebelpulver
  • 1/2 Teelöffel Meersalz

Überzug aus Zimt und Kokosblütenzucker

  • 1 1/2 Teelöffel Zimt
  • 4 Esslöffel Kokosblütenzucker, fein gemahlen

Variante mit Käsearoma und Jalapeño

  • 1 Portion Grundteig
  • 60 g Jalapeño, fein gehackt
  • 60 g Hefeflocken
  • 1/2 Teelöffel Meersalz

Zubereitung

  1. Mixen Sie die Sonnenblumenkerne und den gemahlenen Leinsamen in der Küchenmaschine zu einem Mehl.
  2. Geben Sie das Salz dazu und lassen Sie dann bei laufendem Motor den Honig in dünnem Strahl einlaufen.
  3. Sobald der Teig eine Kugel bildet, schalten Sie die Maschine aus, drücken ihn zwischen den Händen zusammen und teilen ihn in vier Stücke.
  4. Rollen Sie jedes Stück auf einer mit Backpapier belegten Arbeitsfläche zu einem etwa 1 cm dicken und 30 cm langen Strang und lassen Sie die Enden dabei leicht dünner auslaufen.
  5. Legen Sie ein U, kreuzen Sie die beiden Enden übereinander und klappen Sie sie auf den runden Bogen, wie bei einer klassischen Brezel. Drücken Sie sie leicht an, damit alles hält.
  6. Mischen Sie für den Sesam-Mohn-Überzug die Zutaten in einer Schale und drücken Sie jede Brezel mit der Oberseite nach unten hinein.
  7. Mahlen Sie für den süßen Überzug Zimt und Kokosblütenzucker in der Kaffeemühle und wälzen Sie die Brezeln darin.
  8. Mixen Sie für die Käse-Jalapeño-Variante den Grundteig mit Jalapeño, Hefeflocken und Salz, bis er wieder eine Kugel bildet, und formen Sie ihn dann auf die gleiche Weise.

Tipp

Für eine etwas festere Oberfläche geben Sie die geformten Brezeln 2 bis 3 Stunden bei 41 °C ins Dörrgerät: Innen bleiben sie weich. Die herzhaften Varianten lassen sich wunderbar in eine cremige Sauce aus eingeweichten Cashewkernen dippen, gemixt mit roter Paprika, Zitronensaft und Hefeflocken.

FAQ: Ihre Fragen zu rohen Brezeln

Was ist der Unterschied zwischen Brezel und Pretzel?

Ursprünglich handelt es sich um dasselbe Gebäck: Brezel ist der elsässische und deutsche Name, Pretzel die englische Form, die in den Vereinigten Staaten populär wurde. Im Sprachgebrauch bezeichnet Pretzel oft die kleinen, trockenen und knusprigen Knabberbrezeln aus der Tüte, Brezel dagegen die große, weiche Variante vom Bäcker. Dieses rohe Rezept übernimmt die geschlungene Form der Brezel, mit einem Teig aus Sonnenblumenkernen.

Was ist Sonnenblumenkernmehl?

Ganz einfach geschälte Sonnenblumenkerne, die in der Küchenmaschine oder Mühle zu Pulver gemahlen werden. Da es reich an Fett ist, bildet es schnell einen geschmeidigen Teig, sobald ein flüssiges Bindemittel hinzukommt, und eignet sich deshalb ideal zum Formen roher Brezeln. Mixen Sie im Intervallbetrieb: Zu lange gemixt, wird daraus ein Mus.

Was gibt der Brezel ihren Geschmack?

Die traditionelle Brezel verdankt ihren Geschmack und ihre braune Kruste einem alkalischen Bad vor dem Backen und dem groben Salz, das darübergestreut wird. In dieser rohen Version ohne Backen und ohne Bad kommt der Geschmack vom Sonnenblumenkern selbst und vor allem vom Überzug: Sesam, Mohn, Knoblauch und Zwiebel für die herzhafte Note, Zimt und Kokosblütenzucker für eine süße Variante.

Aus welchem Land stammt die Brezel?

Die Brezel wird mit Süddeutschland, dem Elsass und allgemein den deutschsprachigen Ländern verbunden, wo sie seit dem Mittelalter in den Bäckereien zu finden ist. Ihre unverwechselbare geschlungene Form wurde in diesen Regionen zum Wahrzeichen der Bäcker. Später reiste sie mit Auswanderern nach Nordamerika, wo sie zum Pretzel wurde.

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