Vier Karotten und ein Stück Ingwer: Das ist alles, was Sie schneiden müssen, bevor der Mixer loslegt. Der Rest spielt sich im Mixbehälter ab, wo sich die rohen Karotten zu einer von Natur aus süßen Basis auflösen, die der Ingwer aufweckt, bevor die Mischung aus Mandelmilch und Kokosmilch das Ganze zu einer vollständig glatten Textur abrundet, ganz ohne Sieb. Kurkuma und Kreuzkümmel schärfen nicht, sondern setzen eine niedrige, erdige Wärme, die einer Suppe Tiefe verleiht, die sonst wie ein bloßer eingedickter Karottensaft wirken könnte. Ein Schuss Limettensaft ganz am Ende durchbricht die Fülle der Kokosmilch und verhindert, dass die Schale flach schmeckt. Was obendrauf kommt, zählt genauso viel wie das, was drin ist: Avocadowürfel und frischer Koriander bringen einen Kontrast aus Temperatur und Biss und rücken das Ergebnis näher an einen Gazpacho als an ein klassisches Velouté. Gut gekühlt serviert, ist es eine leichte Vorspeise; nur leicht im Topf erwärmt, ohne je den Siedepunkt zu erreichen, wird sie zu einem richtigen Mittagessen. Bei niedriger Temperatur getrocknetes Kurkuma behält seine tiefe Farbe und sein pfeffriges Aroma, während ein zu stark erhitztes Pulver beides verliert.
Rohkost-Karottensuppe mit Kokosmilch, Kurkuma und Ingwer
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Zutaten
- 4 mittelgroße Karotten, geschält
- 1 Stück frischer Ingwer, etwa 4 cm, geschält
- 350 ml Mandelmilch
- 250 ml Kokosmilch
- ½ Teelöffel Kurkumapulver
- ½ Teelöffel Kreuzkümmel
- ½ Teelöffel Meersalz
- Saft einer halben Limette
- Avocado, zum Garnieren
- Frischer Koriander, zum Garnieren
Zubereitung
- Karotten und Ingwer grob in Stücke schneiden.
- Zusammen mit der Mandelmilch, der Kokosmilch, dem Kurkuma, dem Kreuzkümmel und dem Salz in einen Hochleistungsmixer geben und zu einer vollkommen glatten Textur mixen.
- Limettensaft dazugeben, probieren und bei Bedarf nachwürzen.
- In zwei Schalen füllen und mit gewürfelter Avocado und frischem Koriander garnieren.
Tipp
Ein einfacher Mixer lässt Karottenfasern durch und ergibt eine leicht körnige Textur, während ein Hochleistungsmixer eine vollkommen samtige Konsistenz erreicht: Ein Passieren durch ein feines Sieb nach dem Mixen gleicht den Unterschied aus. Probieren Sie, bevor Sie den ganzen Limettensaft zugeben, denn die nötige Säure hängt direkt davon ab, wie viel Ingwer Sie verwendet haben.
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Das ganze Sortiment entdeckenFAQ: Ihre Fragen zur Rohkost-Karottensuppe
Wie macht man eine Karottensuppe mit Kokosmilch?
Die klassische Version dünstet Zwiebeln und Karotten an, gibt Brühe hinzu, lässt köcheln, mixt dann und rundet mit Kokosmilch ab. Die hier vorgestellte rohe Version streicht den gesamten Kochschritt: geschälte Karotten kommen direkt mit den Pflanzenmilchen und den Gewürzen in den Mixer. Es ist der Mixer, nicht das Kochen, der die samtige Textur erzeugt.
Was ist das ursprüngliche Rezept für Karottensuppe?
Die traditionelle französische Karottensuppe kommt mit wenig aus: Karotten, Kartoffel oder Reis zum Binden, Zwiebel, Wasser oder Brühe, etwas Fett. Alles Weitere ist Variation. Hier übernehmen Kokosmilch und Mandelmilch zugleich die Rolle der Kartoffel und der Sahne.
Ist Kokosmilch gut für den Darm?
Kokosmilch ist reich an Fett, was sie nahrhaft, aber für manche Menschen auch schwerer verdaulich macht, besonders in großen Mengen. In diesem Rezept macht sie nur einen Teil der Flüssigkeit aus, der Rest ist leichtere Mandelmilch. Bei empfindlicher Verdauung reduzieren Sie zunächst lieber ihren Anteil, statt sie ganz wegzulassen.
Wie macht man eine gute Karottensuppe?
Drei Punkte machen den Unterschied, roh wie gekocht: aromatische Karotten am Anfang, ein saurer Gegenpol am Ende und ein fetthaltiges Element, das die Aromen trägt. Hier übernimmt die Limette die erste Rolle und die Kokosmilch die zweite. Ingwer und Kreuzkümmel verhindern, dass die natürliche Süße der Karotte die ganze Schale dominiert.
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