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Fermentierter Macadamia-Käse im Estragonmantel

Fermentierter Macadamia-Käse im Estragonmantel

Eingeweichte Macadamianüsse ein bis zwei Tage lang mit einer einzigen Probiotikakapsel zu fermentieren, gibt dieser Zubereitung ihre Säure und erinnert an die Schärfe eines Ziegenkäses, ganz ohne Milchprodukt. Das Verfahren verlangt Geduld statt Können: Sind die Nüsse mit Wasser und dem Probiotikum gemixt, tropft die Masse in einem Nussmilchbeutel bei Raumtemperatur ab und entwickelt ihren Geschmack, während die Kultur arbeitet. Nach der Fermentation gibt das Formen zur Rolle und das Wälzen in fein gehacktem Estragon der Außenseite eine würzige, kräuterige Kruste, die dem säuerlichen Inneren antwortet, genau wie eine klassische Ziegenrolle in Kräutern oder Asche gewälzt wird. Das Ergebnis hat echten Körper und lässt sich streichen, weit näher an einem Frischkäse als an einer rohen Nusspastete. Es passt hervorragend zu Leinsamencrackern oder Keimbrot als Aufstrich, oder es findet in einem rohen Wrap mit Tomatenscheiben und Blattgrün Platz, wenn es gehaltvoller sein soll. Da das Rezept für sechs Portionen oder mehr reicht, eignet es sich für eine Runde oder als Vorrat für die Woche - wobei der Geschmack kräftig genug ist, dass wenig auf jedem Cracker genügt.

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Zutaten

  • 2 Tassen rohe Macadamianüsse, eingeweicht
  • 1 Probiotikakapsel
  • 1/2 Tasse gefiltertes Wasser
  • 2 bis 3 Esslöffel Estragon, fein gehackt

Reicht für 6 Portionen oder mehr

Zubereitung

  1. Geben Sie das Wasser, die eingeweichten Macadamianüsse und das Probiotikum in einen Hochleistungsmixer oder eine Küchenmaschine. Im Mixer brauchen Sie einen Stößel, um die Masse in Bewegung zu halten.
  2. Mixen Sie, bis die Masse vollkommen glatt ist.
  3. Füllen Sie die Masse in einen Nussmilchbeutel und verschließen Sie ihn dicht.
  4. Setzen Sie den Beutel in ein Sieb über eine Schüssel und beschweren Sie ihn, damit die überschüssige Flüssigkeit abfließen kann.
  5. Lassen Sie ihn 1 bis 2 Tage bei Raumtemperatur stehen - in dieser Phase auf keinen Fall kühlen.
  6. Nehmen Sie die Masse nach der Fermentation aus dem Nussmilchbeutel.
  7. Formen Sie sie auf einem Schneidebrett zu einer Rolle.
  8. Streuen Sie den gehackten Estragon auf das Brett und wälzen Sie die Rolle darin, damit die Außenseite gleichmäßig bedeckt ist.
  9. Sobald der Mantel gleichmäßig ist, ist der Käse fertig - Reste im Kühlschrank aufbewahren.

Tipp

Kühlen Sie die Masse während der ein- bis zweitägigen Fermentation nicht: Sie braucht Raumtemperatur, um ihre Säure zu entwickeln, und Kälte stoppt den Prozess zu früh. Nach dem Fermentieren und Wälzen in Estragon bewahren Sie die Rolle im Kühlschrank auf, wo sie sich rund eine Woche hält.

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FAQ: Ihre Fragen zum fermentierten Macadamia-Käse

Welcher Käse ist am besten für das Mikrobiom?

Jene, die im Moment des Verzehrs noch lebende Kulturen enthalten, was alles ausschließt, was nach der Reifung pasteurisiert oder lange erhitzt wurde. In der Praxis führt das zu Rohmilchkäsen und nicht pasteurisierten fermentierten Zubereitungen, zu denen dieser Macadamia-Käse gehört. Vorsicht jedoch: Das Vorhandensein von Kulturen genügt nicht für ein Gesundheitsversprechen, und die Menge an Mikroorganismen, die den Weg durch den Magen überstehen, schwankt von Produkt zu Produkt enorm.

Welche Käse sind reich an Probiotika?

Auf der Milchseite sind es vor allem frische und wenig gereifte Rohmilchkäse sowie manche Weichkäse, die noch eine lebendige Flora beherbergen. Auf der pflanzlichen Seite ist die Logik eine andere: Ein veganer Käse hat nur dann Kulturen, wenn man ihn bewusst beimpft, wie hier mit einer Probiotikakapsel, und wenn die Fermentation bei Raumtemperatur wirklich Zeit hatte. Ein industrieller veganer Käse, der schlicht mit Zitronensäure gesäuert wurde, bringt nichts dergleichen mit.

Welcher Käse ist gut für den Darm?

Die Frage der Verträglichkeit zählt oft mehr als die der Kulturen. Wer laktoseempfindlich ist, verträgt lang gereifte Käse, in denen fast keine Laktose mehr steckt, in der Regel besser als Frischkäse. Eine Zubereitung wie diese umgeht das Problem vollständig: auf Nussbasis enthält sie weder Laktose noch Milcheiweiß. Ihre Säure und ihr Fettreichtum bleiben allerdings ausgeprägt, und eine kleine Portion reicht für den Anfang völlig aus.

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