Einleitung: eine Entdeckung, die uns wirklich aufgerüttelt hat
Um Mikroplastik aus dem Trinkwasser zu filtern, ist ein Filter aus mikroporöser Keramik (0,2 Mikron) in Kombination mit pflanzlicher Aktivkohle bis heute die zuverlässigste Lösung: Da dieser Filtertyp die Partikel mechanisch zurückhält, zeigte er bei einem Test durch ein unabhängiges Labor eine vollständige Entfernung. Anders gesagt: Leitungswasser mit einem geeigneten System zu filtern ist heute eine zuverlässigere Option, als auf Flaschenwasser auszuweichen, das selbst oft belastet ist.
Mit Aurélie haben wir schon immer sehr genau darauf geachtet, was wir zu uns nehmen. Bio-Ernährung, Keimsprossen, Algen, Superfoods... Anfang 2025 sind wir dann auf eine Studie des CNRS in Toulouse gestoßen, die uns buchstäblich einen Schauer über den Rücken gejagt hat. Das Thema „Leitungswasser“ verdiente es, dass wir uns ernsthaft damit befassen.
Das Leitungswasser in Toulouse enthält Berichten zufolge durchschnittlich 413 Mikroplastikpartikel pro Liter. 413 Partikel! Und das ist noch nicht alles: 98% dieser Partikel sind kleiner als 20 Mikron, das heißt, sie werden von den aktuellen europäischen Normen nicht einmal erfasst. Kurz gesagt: Unser Wasser gilt als „trinkbar“, obwohl es Tausende mit bloßem Auge unsichtbare Kunststoffpartikel enthält. Verschmutztes Leitungswasser wird zu einer Realität, derer sich nur wenige Menschen bewusst sind.
Können Sie sich vorstellen, jede Woche die Menge einer Kreditkarte aus Plastik zu schlucken? Genau das passiert laut WWF. Ehrlich gesagt, das gibt zu denken. Diese Trinkwasserverschmutzung betrifft uns alle, jeden Tag, ohne dass wir es merken.
Aber, und jetzt wird es wirklich interessant: Wir haben auch entdeckt, dass es Lösungen gibt, natürliche, wirksame und wissenschaftlich belegte. Wie filtert man Leitungswasser auf natürliche Weise? Genau diese Frage haben wir uns gestellt. Also keine Panik, sondern klare Informationen und konkrete Maßnahmen, die Sie umsetzen können.
In diesem Artikel teile ich mit Ihnen, was wir über Mikroplastik im Wasser gelernt haben, welche gesundheitlichen Risiken tatsächlich bestehen (ohne Schwarzmalerei) und vor allem die Lösungen, die wir getestet und bei Biovie übernommen haben. Denn die Frage, ob man Leitungswasser bedenkenlos trinken kann, lässt sich nicht so einfach beantworten: Die Antwort ist differenzierter, als man denkt.
Mikroplastik im Wasser: Bestandsaufnahme in Frankreich (2025)
Was genau ist Mikroplastik?
Konkret handelt es sich bei Mikroplastik um Teilchen aus Kunststoff mit einer Größe von weniger als 5 Millimetern. Die meisten sind sogar mit bloßem Auge unsichtbar und kleiner als 20 Mikron (zum Vergleich: Ein menschliches Haar misst etwa 70 Mikron).
Woher kommt es? Leider von überall:
- Aus dem Zerfall von Plastikflaschen, Tüten und Verpackungen
- Aus synthetischen Textilien, die bei jeder Wäsche Fasern freisetzen
- Aus Kosmetika (manche Peelings enthalten Mikroperlen)
- Aus dem Abrieb von Autoreifen
- Aus Straßenbelägen
Man findet hauptsächlich fünf Polymerarten: Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET), Polystyrol (PS) und Polyamid (PA). Komplizierte Namen, hinter denen eine einfache Wahrheit steckt: Plastik in unserem Wasser.
Die Situation in Frankreich im Jahr 2025
Die im Januar 2025 veröffentlichte Studie des CNRS in Toulouse war ein echter Weckruf für die Wissenschaft. Die Forschenden haben das örtliche Leitungswasser analysiert und mit 10 in Frankreich verkauften Flaschenwassermarken verglichen.
Die Ergebnisse sind aufschlussreich:
- Leitungswasser in Toulouse: 413 Partikel pro Liter
- Flaschenwasser: zwischen 19 und 1 154 Partikel pro Liter, je nach Marke
- Das Paradoxe: 8 von 10 Marken enthielten MEHR Mikroplastik als das Leitungswasser
Deshalb hat uns diese Entdeckung so aufgerüttelt: Wer Wasser in Plastikflaschen kauft (wir selbst kaufen übrigens nie welches), um der „Verschmutzung“ des Leitungswassers aus dem Weg zu gehen, erhöht am Ende sogar seine Belastung mit Mikroplastik. Die Gefahr durch Plastikflaschen ist also real, entgegen landläufiger Meinung.
Aber das ist noch nicht alles. Eine weitere wichtige Erkenntnis der im Januar 2025 in der Fachzeitschrift PLOS Water erschienenen Studie: 98% des Mikroplastiks im Trinkwasser sind kleiner als 20 Mikron. Und raten Sie mal? Die aktuellen europäischen Normen erfassen NUR Partikel zwischen 20 Mikron und 5 Millimetern. Kurz gesagt: 98% des Mikroplastiks fliegen bei den offiziellen Kontrollen komplett unter dem Radar. Die Schadstoffe im Leitungswasser beschränken sich also nicht auf das, was die offiziellen Analysen erfassen.
Die Illusion vom Flaschenwasser
Wir haben aus naheliegenden ökologischen Gründen (weniger Plastik, weniger Transport) schon immer bevorzugt, Leitungswasser vor dem Trinken zu filtern. Aber viele unserer Kundinnen und Kunden fragten uns, ob Flaschenwasser Mikroplastik enthält und ob es nicht „sicherer“ sei.
Die neuesten Studien zeigen genau das Gegenteil.
Die Organisation Agir pour l'Environnement hat 2022 die 9 meistverkauften Flaschenwassermarken in Frankreich analysiert. Ergebnis: 7 von 9 enthielten Mikroplastik, in Konzentrationen von 1 bis 121 Partikeln pro Liter.
Den Rekord hält ... Vittel Kids. Ja, Sie haben richtig gelesen: Das Wasser, das speziell für Kinder vermarktet wird, enthielt 121 Mikroplastikpartikel pro Liter. Ironisch und beunruhigend zugleich.
- 9 getestete Flaschenwassermarken (Studie von Agir pour l'Environnement, 2022)
- 7 von 9 Marken enthielten Mikroplastik
- Gemessene Konzentrationen: 1 bis 121 Partikel pro Liter, je nach Marke
- Vittel Kids an der Spitze der Rangliste, mit 121 Partikeln pro Liter
Am schlimmsten ist jedoch eine 2024 veröffentlichte amerikanische Studie der Columbia University und der Rutgers University, die in Flaschenwasser durchschnittlich 240 000 Fragmente pro Liter nachgewiesen hat, davon 90% Nanoplastik (noch kleiner als Mikroplastik, unter 1 Mikron). Diese Partikel sind so klein, dass sie alle Zellbarrieren überwinden.
Das Problem? Die Flasche selbst. Jedes Mal, wenn Sie eine Flasche öffnen, schließen, transportieren oder in der Sonne stehen lassen, gibt der Kunststoff Partikel an das Wasser ab. Je länger die Flasche gelagert wird, desto stärker ist das Wasser belastet. Leitungswasser oder Flaschenwasser: Wo steckt mehr Mikroplastik? Das Urteil ist eindeutig: Gefiltertes Leitungswasser ist unbestreitbar sicherer.

Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit
Die 7 betroffenen Körpersysteme
Ehrlich gesagt bin ich zutiefst davon überzeugt, dass wir das Ausmaß des Problems noch gar nicht vollständig erfassen. Die Forschung zu Mikroplastik ist relativ jung (die ersten ernsthaften Studien stammen aus den Jahren 2015-2016), aber die Daten häufen sich, und sie sind besorgniserregend.
Das hat die Wissenschaft bisher dokumentiert:
1. Herz-Kreislauf-System
Eine italienische Studie von 2024 unter der Leitung von Dr. Parvaiz Koul in Neapel hat gezeigt, dass Menschen mit Mikroplastik in den Halsschlagadern ein 4,5-fach höheres Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt haben. 4,5-mal! Das ist nicht belanglos.
2. Verdauungssystem
Mikroplastik verursacht eine chronische Entzündung der Darmwand. Schlimmer noch, es stört unser Mikrobiom (diese wertvollen Bakterien, die uns bei der Verdauung und der Abwehr helfen). Dr. Muriel Mercier-Bonin vom INRAE erklärt es deutlich: „Mikroplastik überwindet die Darmbarriere und gelangt in den Blutkreislauf, um in sekundäre Organe zu wandern.“
3. Fortpflanzungssystem
Mehrere Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen der Belastung mit Mikroplastik und einer verminderten Fruchtbarkeit, bei Männern wie bei Frauen. Die hormonellen Störungen durch bestimmte Kunststoffzusätze (Phthalate, Bisphenol A) verschärfen das Problem.
4. Nervensystem
Das ist vielleicht die beunruhigendste Zahl: Zwischen 2016 und 2024 ist die Konzentration von Mikroplastik im menschlichen Gehirn um 50% gestiegen. In nur 8 Jahren! Forschende haben bei Autopsien Partikel im Hirngewebe gefunden.
5. Knochensystem
Vorläufige Studien deuten auf eine Schwächung der Knochenstruktur hin, die mit der Anreicherung von Mikroplastik im Knochenmark zusammenhängt.
6. Hormonsystem
Mikroplastik wirkt wie ein endokriner Disruptor und greift in unsere Hormone ein (Schilddrüse, Fortpflanzung, Wachstum).
7. Immunsystem
Die durch Mikroplastik verursachte chronische Entzündung erzeugt dauerhaften oxidativen Stress, der unsere Immunabwehr schwächt.
In all unseren Organen nachgewiesen
Ehrlich gesagt, die Liste ist lang und deprimierend. Mikroplastik wurde gefunden in: Blut, Gehirn, Leber, Nieren, Lunge, Herz, Plazenta, Fruchtwasser, Hoden und sogar im Knochenmark.
Was mich besonders bewegt: Neugeborene kommen bereits mit Mikroplastik im Körper zur Welt. Sie sind schon im Mutterleib über die Plazenta belastet. Was für ein Erbe hinterlassen wir ihnen ...
Der Sonderfall PFAS
Apropos Schadstoffe im Wasser: Unbedingt erwähnen muss man auch die PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen). Sie sind gewissermaßen die stillen Komplizen des Mikroplastiks.
PFAS, auch „Ewigkeitschemikalien“ genannt, sind chemische Verbindungen, die seit den 1940er-Jahren in Tausenden von Produkten verwendet werden: Lebensmittelverpackungen, wasserdichte Textilien, antihaftbeschichtete Pfannen, Kosmetika, Feuerlöschschäume ...
Ihre Besonderheit? Sie werden NIEMALS auf natürliche Weise abgebaut. Einmal in die Umwelt gelangt, bleiben sie dort jahrhundertelang. Und sie belasten unser Trinkwasser in großem Ausmaß.
In Frankreich ergab die Analyse von Le Monde und Générations Futures aus dem Jahr 2023:
- 17 000 Standorte in Frankreich sind mit PFAS belastet
- 34 Millionen Französinnen und Franzosen trinken Wasser, das die empfohlenen Grenzwerte überschreitet
- 84% der untersuchten Fließgewässer enthalten PFAS
- Die Konzentrationen liegen bei 10 ng/L bis 1 500 ng/L je nach Region
PFAS reichern sich in unserem Körper an und verursachen: Krebs (Niere, Hoden), Fruchtbarkeitsprobleme, Schilddrüsenstörungen, erhöhtes Cholesterin, eine geschwächte Immunabwehr sowie Komplikationen in der Schwangerschaft.
Der Haken? Herkömmliche Kläranlagen FILTERN PFAS NICHT heraus. Sie gelangen hindurch und belasten das verteilte Trinkwasser. Deshalb wird das Filtern von Leitungswasser zu einer gesundheitlichen Notwendigkeit und nicht nur zu einem Trend.
Lösungen gegen Mikroplastik: was (wirklich) funktioniert
Wie filtert man Mikroplastik ganz konkret? Ein Filter aus mikroporöser Keramik in Kombination mit Aktivkohle hält die Partikel rein mechanisch zurück, ohne Strom und ohne Wasserverschwendung. Diese Lösung nutzen wir zu Hause; der Hersteller hat sie in einem unabhängigen Labor testen lassen (detaillierte Ergebnisse weiter unten).
Der Labortest des Herstellers: EcoFiltro gegen Mikroplastik
Im Februar 2025 hat der Hersteller von EcoFiltro das unabhängige Labor Measurlabs (Finnland) mit einem Test seines Wasserfilters EcoFiltro, den wir verkaufen, beauftragt. Das Ziel? Seine Wirksamkeit gegen Mikroplastik zu überprüfen.
Das Testprotokoll sah folgendermaßen aus:
- Schadstoff: Polystyrol (Partikel von 2-50 Mikron)
- Ausgangskonzentration: 1 000 Partikel/L
- Getestetes Volumen: 5 Liter Wasser
- Nachweismethode: Raman-Infrarotspektroskopie
- Labor: Measurlabs (nach ISO 17025 akkreditiert)
Die Ergebnisse haben uns ehrlich gesagt verblüfft:
- Vor der Filtration: 1 000 Partikel/L (künstlich verunreinigtes Wasser)
- Nach der Filtration mit EcoFiltro: 0 Partikel nachgewiesen
- Wirksamkeit: 100% Entfernung
- Wiederfindungsrate: 88,4% (Maß für die Zuverlässigkeit des Tests)
Null Partikel. Null. Genau das hatten wir uns erhofft, aber die offiziellen Ergebnisse eines unabhängigen Labors zu sehen, ändert alles. Hier geht es nicht mehr um Marketingversprechen, sondern um greifbare wissenschaftliche Belege.
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